Die Nacht

Wir stehen uns gegenüber und die Luft brennt. Du schaust mir in die Augen und ein Schauer läuft mir über den Rücken. Du hältst mir den Stuhl bereit, ohne mich aus den Augen zu lassen und setzt dich mir dann gegenüber. Wir essen zusammen und schauen uns dabei ununterbrochen in die Augen. Wie zufällig berühren wir uns immer wieder. Am Arm, wenn du mir etwas amüsantes erzählt hast und ich lachen muss, oder wenn ich dir voller Eifer etwas erzähle und dich immer wieder an der Hand, am Arm, oder Bein berühre und dir dabei tief in die Augen schaue. Wir entscheiden, nach dem Essen etwas spazieren zu gehen, denn in eine Bar wollen wir nicht. Wir wollen allein sein. Nur du und ich. Wir gehen durch die milde Nacht und es prickelt so sehr zwischen uns, dass es kaum auszuhalten ist. Du legst deinen Arm um mich, weil mir (angeblich) kühl wird. ich laufe ab und zu rückwärts vor dir her, um dir etwas zu erzählen und wir lachen sehr viel zusammen. Irgendwann bleibst du stehen und ich frage dich, was los ist. Du trittst auf mich zu, umfasst meine Taille, flüsterst mir etwas ins Ohr und küsst mich ganz zärtlich auf die Wange.

Nun stehen wir voreinander. Du hältst meine Taille umfasst und ich spüre deinen Atem auf meinem Gesicht. Ich konzentriere mich auf jede Faser meines Körpers um dich über all, wo wir uns berühren, auch wirklich bewusst zu spüren. Meine Brust an deiner, unsere Beine, deine Hände um meine Taille, meine Hände auf deinen Armen...ich weiß nicht, ob ich dich anschauen soll! Was, wenn wir uns jetzt küssen würden?
Vielleicht wäre einer zu stürmisch, oder wir beide und unsere Zähne würden aneinander stoßen? Vielleicht leidet einer von uns plötzlich an Zungenlähmung und es wäre langweilig? Was, wenn meine Lippen auf einmal spröde sind und sich schrecklich anfühlen? Was, wenn einer auf einmal an vermehrtem Speichelfluss leidet und die ganze Sache in einer Sintflut endet...ekelig!? aber noch schlimmer: Was, wenn sich unsere Lippen ganz sanft berühren, eine Weile aufeinander verharren, bevor sie sich kurz trennen und wieder einander suchen? Was, wenn wir dann langsam und zärtlich unsere Lippen leicht öffnen und unsere Zungen in das Spiel mit einstimmen? Wenn sie sich erst leicht berühren und schüchtern wieder zurückziehen, um sich dann wieder vorzuwagen und diesmal etwas mutiger die Zunge des anderen zu liebkosen? Was, wenn es der perfekte Kuss wird? Was, wenn es so unglaublich wird, dass wir gar nicht mehr aufhören können? Wir stehen mitten auf der Strasse, deine Hände streicheln sanft meine Taille, während du mich dabei sanft an dich ziehst, meine Hände in deinem Nacken streicheln sanft deine Hals. Wir ergehen beide in dem Kuss und wollen gar nicht mehr aufhören.

Als sich unsere Lippen voneinander lösen, entweicht mir ein leises "Wow" und du musst lächeln. Ich weiß nicht, was ich sagen soll und schäme mich für meine Sprachlosigkeit. Du lächelst mich an, küsst mich noch einmal ganz sanft auf den Mund und signalisierst mir, nichts zu sagen. Damit bin ich mehr als einverstanden. Ich bin nervös, weil ich nicht weiß, wie es jetzt weitergehen soll. Soll ich dir sagen, wie schön der Abend war und nach Hause gehen? Sollen wir einfach noch etwas spazieren gehen, uns gelegentlich küssen, du bringst mich nach Hause und ich küsse dich zum Abschied vor meiner Haustür? Oder soll ich dich beherzt bei der Hand fassen und dich ohne ein Wort zu sagen, einfach mit in meine Wohnung nehmen? Was willst du? Wenn ich dich jetzt mit zu mir nehme, was passiert dann? Küssen, quatschen, lachen, noch viel mehr küssen und später in den frühen Morgenstunden gehst du? Oder möchte ich dich nicht nur mit in meine Wohnung, sondern auch in mein Bett nehmen? Würdest du mich dann als Schlampe betrachten, wenn du mich so schnell haben könntest? Würde ich damit alles kaputt machen? Oder empfindest du vielleicht genau wie ich? Ich möchte diese Nacht nicht allein verbringen!


Ich schliesse die Augen...ich muss diese Lippen einfach noch einmal küssen...
Nachdem sich unsere Lippen erneut schwer voneinander getrennt haben, fasse ich mir ein Herz und frage dich, ob du mich nach Hause bringen würdest, wozu du dich verdutzt bereit erklärst. Vor meiner Haustür küsst du mich und möchtest gehen, aber ich lasse dich nicht. Ich greife nach deiner Hand, ziehe dich an mich, küsse dich leidenschaftlich und ohne damit aufzuhören, öffne ich die Tür und ziehe dich in meine Wohnung. Jetzt verlässt mich der Mut, denn so etwas habe ich schon sehr lange nicht mehr erlebt. Ich lotse dich ins Wohnzimmer, weil ich spüre, dass dich deine Leidenschaft und deine Lust übermannen, biete ich dir erstmal etwas zu trinken an. Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Zweifle an der Richtigkeit, meines Verhaltens und habe Angst, dass du hinterher deinen Freunden davon erzählen würdest. Ich lasse den Abend Revue passieren und komme zu dem Schluss, dass du so etwas nie tun würdest. Dennoch beschließe ich, nicht mit dir zu schlafen, sondern einige Gänge zurück zu schalten. Wir reden viel und küssen uns immer und immer wieder. in den frühen Morgenstunden möchtest du gehen, doch ich bitte dich, mich nun nicht mehr allein zu lassen. Ich bitte dich, einfach nur bei mir zu schlafen. Ich möchte auf deine Nähe nun nicht mehr verzichten. Wir gehen ins Schlafzimmer, ich gebe dir ein riesiges T-Shirt von mir, welches dir auch passt. Während ich mich umziehe drehst du dich charmant um, was ich sehr süß finde. Wir liegen im Bett und ich kuschele mich in deinen Arm. Ich genieße es, deine Nähe und deine Wärme zu spüren und streiche dir sanft über Brust und Bauch. Du seufzt behaglich. Ich schaue zu dir hoch und du blickst mich an. Deine Lippen berühren meine ganz sanft. Hätte ich in diesem Augenblick gestanden, wären meine weichen Knie zusammen gebrochen. Ich ziehe mich etwas an dir hoch und verlange mehr...mehr Küsse, mehr Leidenschaft, mehr Berührungen, mehr Lust...ich lege mich halb auf dich und deine Hände streicheln meinen Kopf und meinen Rücken. Ich spüre, dass du dich zurück hältst, vermute, dass auch du Angst hast, etwas falsch zu machen. Ich schaue dich an und flüstere: Lass dich gehen!!!

Du gibst ein leises, befreiendes Stöhnen von dir, bevor du mich auf den Rücken drehst. Ich weiß was ich will und ich glaube, du weißt es auch. Ich ziehe dir das T-Shirt aus und du tust es mir gleich. Ich stöhne leise, als ich deine nackte Haut auf meiner spüre. Du fühlst dich so unglaublich schön an. Wir hören nicht auf uns zu küssen, während unsere Hände den Körper des anderen zu erforschen und streicheln beginnen. Zuerst sind wir noch zurückhaltend aber irgendwann überkommt uns die Leidenschaft...schon beim Vorspiel geraten wir völlig außer Atem...heiße Lippen auf heißer Haut. Kleine Schweißperlen gleiten über heiße Körper. Seufzen und stöhnen erfüllt den Raum. Hände streicheln empfindliche Körperstellen, Körper zittern unter den Berührungen, Augen geschlossen, Lippen küssen vor Lust brennende Stellen...wir streicheln und küssen jeden Zentimeter des Körpers des Anderen...wir sind so berauscht von unseren Gefühlen, dass ich dich auf mich ziehe und dir bedeute, in mich einzudringen. Du hältst inne und fragst mich, ob ich mir sicher bin. Ich küsse dich und du verstehst meine Antwort.


Ich schließe die Augen...

Als du in mich eindringst, bleibt mir die Luft weg...zunächst ein leichter stechender Schmerz, du scheinst das zu merken, ziehst dich etwas zurück und fragst, ob alles in Ordnung ist und ob es geht. Ich nicke nur und ziehe dich wieder in mich und es ist...der reine Wahnsinn. Eine Hitzewelle durchströmt meinen Körper...ich suche deine Lippen und küsse dich, damit du mein Stöhnen nicht hörst. Ich möchte nicht, dass du glaubst, ich wäre zügellos. Du bewegst dich ganz langsam in mir und ich sauge mich mit aller Macht an deinen Lippen fest. Du reißt dich los, lächelst und flüsterst mir mit einem Zwinkern ins Ohr: Lass dich gehen!!! Ich entspanne mich und genieße deine Bewegungen. Du küsst meinen Hals, was mich fast wahnsinnig macht, mein Körper beginnt zu zittern und ich lasse mich einfach fallen. Ich bewege mich in deinem Rhythmus, spüre dich schwer auf mir, beiße dir in die Schulter, küsse deinen Hals, Kralle mich in deinen Rücken, spüre deine Lust und kann kaum an mich halten. Du bewegst dich etwas schneller und ab und zu etwas härter und mein Stöhnen wird lauter. Du schwitzt und atmest schwer, was mich noch mehr erregt, bis auch du dich nicht mehr beherrschen kannst. Wir stöhnen im gleichen Rhythmus und du suchst immer wieder meine Lippen. Ich merke, wie schwer es dir fällt und stoppe dich. Mit etwas Schwung drehe ich dich auf den Rücken und liege auf dir. Du sollst dich etwas erholen, deshalb übernehme ich die Führung. Ich spüre dich so tief in mir, dass ich mich kaum traue, mich zu bewegen. Doch der leichte Schmerz dabei ist so erregend, dass ich mich schnell daran gewöhne. Du streichelst meinen Busen und entspannst dich etwas. Ich bewege mich erst nur langsam auf und ab, beginne aber kurz darauf zu spielen...mal schneller, mal etwas härter, dann lasse ich das Becken kreisen. Du richtest dich auf und umfasst meine Taille und ziehst mich kräftig runter. Ich schlinge meine Arme um deinen Hals und werfe den Kopf vor Lust in den Nacken. Du übernimmst gern die Führung, denn du drehst mich wieder auf den Rücken. "Gefällt es dir nicht?" flüstere ich verunsichert, doch du lächelst nur und sagst "Doch, aber zu sehr!" Ich ergebe mich wieder deinen Stößen, bis du mich fragst, ob ich es auch von hinten mag. Ich zeige dir, wie ich es mag: Ich knie mich vor dich, doch ich beuge mich nicht nach vorn, denn auf den Körperkontakt will ich nicht verzichten. Ich bleibe aufgerichtet und du auch. Ich strecke dir den Po entgegen, damit du leichter in mich eindringen kannst. Ich beiße mir auf die Lippe, als ich dich wieder spüre. Ich presse meinen Rücken gegen deine Brust und ziehe deinen Kopf an meinen Hals, damit du ihn küsst. Oh Gott, das ist so gut. Als wäre das nicht genug, fängst du an, mich an einer ganz besonderen Stelle zu streicheln. Obwohl ich mich zusammen reißen will, schaffe ich es nicht, mein Stöhnen wird lauter und ich ziehe dich heftig in mich und bitte dich nicht aufzuhören, bis...erschöpft bitte ich dich, eine Minute verschnaufen zu dürfen, doch das willst du nicht. Du legst mich wieder auf den Rücken und verlangsamst dein Tempo etwas. Ich wünschte, es würde nie aufhören, diese Nacht müsste ewig so weitergehen. Ich habe kaum noch Kraft, wir sind beide völlig verschwitzt, aber in völliger Ekstase. Ich möchte, dass du dich mir hingibst. GANZ. Ich versuche dein Becken zu bewegen. Ziehe dich an mich und presse mich dir kraftvoll entgegen. Du schließt die Augen und stöhnst vor Lust. Du übernimmst mein Tempo hältst mich ganz fest und küsst mich, während deine Stöße immer härter werden. Ich habe das Gefühl den Verstand zu verlieren und spüre, wie ich mich wieder dem Höhepunkt nähere. Meine Nägel bohren sich leicht in deinen Rücken, du richtest dich auf und mein Körper bäumt sich auf...unter harten Stößen und lautem Schreien, erreichen wir den Höhepunkt... Erschöpft brichst du auf mir zusammen. Wir küssen uns wieder ganz zärtlich und ich streichle deinen Rücken. Als sich unsere Lippen voneinander lösen entweicht mir ein leises

"Wow"...
...du schaust mich an und streichelst mir die schweißnassen Haare aus dem Gesicht. Mit Tränen in den Augen flüstere ich dir zu: "Du warst absolut unglaublich. Es war wunderbar...wunderschön...so etwas habe ich noch nie erlebt!" Du sagst nichts, sondern küsst mich nur und ich verstehe deine Antwort!

7.11.08 12:25

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