An den Einen

An den Einen – Mein Leben, meine Liebe, mein Schicksal, mein Untergang

Als Du gegangen bist, wünschte ich, du wärst einfach nur gegangen, denn ich spüre noch immer deine Gegenwart. Sie hält mich gefangen und raubt mir den Atem!
Diese Wunden scheinen nicht zu heilen, dafür ist der Schmerz zu real. Es war einfach zu viel, was selbst die Zeit niemals auslöschen kann:
Du gabst mir ein Leben! Du berührtest mein Herz! Du gabst mir die Fähigkeit zu weinen, zu fühlen und zu lieben. Wenn ich geweint habe, hast du meine Tränen weggeküsst. Wenn ich geschrien habe, hast du all meine Ängste nieder gekämpft. Du nahmst meine finstersten Ängste und spieltest sie ab, wie ein Wiegenlied, wie ein Grund „Warum?“, wie ein Schauspiel meiner Qual. Ließest mich diese Lektion verstehen, um mich selbst zu finden, um nicht wieder darin zu versinken! Ich brauchte deine Liebe so sehr und du gabst sie mir. Mehr, als ich verdient habe. Ich hätte alles und noch mehr für dich getan. Sollte es schmerzen dich zu lieben? Das tat es! Das tut es!
Du warst alles was ich sehen musste, um mich zum Strahlen zu bringen, um mir das Gefühl zu geben, zu leben und nicht nur lebendig zu sein. Konnte ich dir zeigen, was du für mich bist?
Mein Beschützer kann ich dir danken? Du hast mich immer und immer wieder gerettet. Ich muss gestehen, du bist es, der mich immer stärkt und ich wüsste nicht wo ich ohne dich wäre. Weil ich zu schwach war, um mich auf meinen eigenen Füßen zu halten. Aber alles was ich brauchte, warst du…bist du! Also führe mich, Lenk mich, Halt mich, Versteck mich in Liebe. Mit allem, was du bist. Und allem, was du machst. Hör mich. Nimm mich. Forme mich. Zerbrich mich, oh Liebster, nur fang mich, wenn ich falle. Und du hast mich gefangen. Nur dies eine Mal nicht:
Als du meine Hand losgelassen hast um zu gehen.
Du hast mich gefesselt, mit deinem nachhallenden Licht.
Doch nun bin ich an das Leben gebunden, welches du hinter dir gelassen hast.
Dein Gesicht verfolgt mich in meinen schönsten Träumen und der Klang deiner Stimme lässt mich jegliche Vernunft vergessen.

Wie konntest du in meinen Augen, wie in offenen Büchern lesen? Du drangst bis in die tiefsten Tiefen meines Inneren vor, wo ich mich verloren habe. Seitdem ruht meine Seele irgendwo in der Kälte, bis du sie findest und zurück zu mir bringst. Wecke mein Inneres auf, indem du meinen Namen rufst und mich aus der Dunkelheit befreist. Bring mein Herz wieder zum Schlagen und mein Blut zum Fließen, bevor ich in mir zusammenbreche. Beschütze mich vor dem Nichts, was mich immer mehr verschlingt. Hauche mir deinen Atem ein und lasse mich durch deinen Atem leben. Hole mich zurück ins Leben!!! Ich erfriere, ohne deine Berührung, ohne deine Nähe und ohne deine Liebe. Gefangen in der Dunkelheit, ohne Seele, ohne Stimme, ohne Hoffnung. Doch du stehst direkt vor mir, ich muss nur die Augen öffnen. Du bist mein einziger Lichtblick, denn du bist das Leben unter den Toten! Lass mich hier nicht sterben. Nimm mich mit zurück ins Leben!!!

Ich habe so sehr versucht mir klar zu machen, dass du gegangen bist, aber ich spüre dich in jeder Faser meines Körpers. Ich kann dich nicht gehen lassen, es zerreißt meine Seele, wenn ich an uns zusammen denke. Ich kann dieses Leben nicht leben ohne dich an meiner Seite. Ich kann nicht ändern wer ich bin. Ich versuche so hart, nicht an dich zu denken. Aber wer kann entscheiden was er träumt? Und träumen tue ich. Du bist der Grund, weshalb ich lebe und weshalb ich sterbe.

Denn obwohl Du immer bei mir bist, bin ich die ganze Zeit allein gewesen…

7.11.08 12:18

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